Dienstag, 27. Juni 2006

Zehn Bücher

Ich könnte ja jetzt mit der Polt-Geschichte kommen und sagen, dass ich vor Jahren schon einmal ein Buch gelesen habe und mir deswegen keins mehr gekauft hab, weil eines ja reicht, aber ein einigermaßen passabel sortiertes Bücherregal gehört ja neben einem schnellen Auto, einem Reputation verschaffenden Job und einem erfüllenden Gemächt zu den Dingen, mit denen man Frauen beeindrucken kann. Versteht sich ergo von selbst, dass ich (nur ein altersschwacher Kombi und nach wie vor riesiges Entwicklungspotenzial in der Karriere) sehr schnell gelernt und begriffen habe, von welch unschätzbarem Wert eine gewisse Fähigkeit zum Parlieren über Literatur zur Erlangung der Gunst einer Frau sein kann. Chancen, so habe ich herausgefunden, ergeben sich selbst dann, wenn das einzig zu diesem Behufe angeschaffte Druckwerk nur zur Hälfte oder gar nicht gelesen wurde. Natur und Schicksal richten es nämlich, wie ich ebenfalls herausgefunden habe, so ein, dass auch an nicht oder nur halb gelesenen Büchern irgendwann einmal ein weibliches Wesen vorbeistolpert und sich aus solcher Begebenheit die trefflichsten Pläusche entwickeln.

Nun möchte also Frau Klugscheisser, sicherlich von einem viel ehrbareren Movens getrieben, von mir wissen, welche zehn Bücher ich bislang noch nicht oder nicht ganz ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt habe. Und da sage ich natürlich nicht nein, wo ich doch gerade den Eros des Lesens für mich selbst wiederentdeckt habe. Bittesehr, hier meine Auswahl:

1. Wolfgang Leonhard, Die Revolution entlässt ihre Kinder.
Nach einem Vortrag des Autors in meinem Heimatstädtchen gekauft, als ich in die zehnte Klasse ging. Ich erinnere mich, dass dieser Mann (Gorbatschow hatte gerade mal angefangen) an jenem Abend sagte, wir würden alle noch sehr bald erleben, dass der Eiserne Vorhang fallen würde. Als Schüler hört man sich das zwar an, die seltsamen Schauer über den Rücken habe ich aber erst heute. Sollte ich vielleicht doch irgendwann mal lesen.

2. Ralf Dahrendorf, Pfade aus Utopia.
Irgendwann mal im Antiquariat gekauft. Eigentlich nur deswegen, weil mein alter Lehrer im Deutsch-LK den Namen Dahrendorf immer mit einer solchen Ehrfurcht ausgesprochen hat.

3. Henry Fielding, Tom Jones.
Ein klassischer Studiumserwerb. War mir aber zu dick und irgendwie ist es mir auch gelungen, mich ohne Lektüre dieses Wälzers durchs Proseminar zu mogeln. Mündliches Vordiplom dennoch mit Eins Komma Drei. Ha!

4. Maria Wiesmüller, Österreichische Vorspeisen.
Was man halt an einem Einkaufssamstag so mitnimmt, wenn man wieder mal nichts zum Anziehen gefunden hat und trotzdem ein bisschen Geld ausgeben will. Einmal durchgeblättert und dann beschlossen, doch besser auf den Erfahrungsschatz meiner österreichischen Mama zurückgreifen zu wollen, wenns mal drauf ankommt. Meine Salzburger Nockerl sind vorzüglich.

5. Victor Hugo, Die Elenden.

Weil ich den Film zusammen mit meiner Liebschaft in einem riesigen Kinopalast in Santiago de Chile gesehen habe und nach der Heimkehr dachte, ich könnte durch Erwerb und Lektüre dieser drei Bände auch nur irgendetwas von dieser Zeit konservieren. Ist nicht gelungen.

6. John Updike, Das Gottesprogramm.
Steht glaube ich nur noch hier, weil es mir zum Verscheppern bei eBay doch irgendwie zu schade ist. Ich meine, das sind immerhin rund fünf Zentimeter im Bücherregal.

7. Truman Capote, Frühstück bei Tiffany.

Eindeutig wegen der wunderbaren Audrey Hepburn aufm Umschlag gekauft. Und noch nicht mal den Film ganz gesehen. Unfinished Business, definitiv.

8. Ulrich Beck, Was ist Globalisierung?

War wohl einfach mal schick, dass man das zuhause hat.

9. Friedrich Schiller, Kabale und Liebe.

Irgendwann war mich mal der Ansicht, ich hätte zu viel Goethe und zu wenig Schiller gelesen. Gleich mal einen Schwung von dem Knaben gekauft und halt doch nicht alles geschafft.

10. Jack Kerouac, On the road.

Ich erinnere mich noch, dass ich mir das über Jahre hinweg kaufen wollte und x-mal im Buchladen in der Hand hatte, aber dann hat sich jedesmal ein anderer Autor vorbeigedrängelt. Und als es dann so weit war, dass ich es endlich in Händen hatte, war schlagartig jegliches Interesse weg. Ungerecht wahrscheinlich, aber naja.

So siehts aus im rationalstürmischen Bücherregal. Da ist noch einiges an Lesearbeit zu verrichten. Ich habs ja nicht ganz so mit Stöckchen, deswegen werde ich das jetzt niemand an den Kopf hauen. Wer Muße hat - nur keine Hemmungen. Gesteigerte Neugier dennoch vorhanden auf die Bücherleichen von Ally, Julie, Burns und Vita.

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Die Frage nach dem Sein.

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Bist äigschloufm oda...
Bist äigschloufm oda wos? Iwarawal homa in easchdn...
fuxbeck - 1. Jun, 18:33
Nur zu. Immer her mit...
Nur zu. Immer her mit den Kommentaren - selbst wenns...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:43
Das mit der Glaubwürdigkeit...
Das mit der Glaubwürdigkeit ist ja eh so eine Sache....
rationalstürmer - 2. Mär, 21:41
Ich hab einen Magen-Darm-Dings,...
Ich hab einen Magen-Darm-Dings, da ist mir ein bisserl...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:38
Hahaha, Herr Passenger...
Hahaha, Herr Passenger ... das mit den eigenen Überzeugungen...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:36
ja du lieber mein vater
In meiner Erregung sehe ich mich veranlasst, hier -...
Pecas - 2. Mär, 20:47
Das Interview interschien...
Das Interview interschien ja wohl zeitgleich mit der...
stilhäschen - 2. Mär, 20:12
Ach, jetzt bist du plötzlich...
Ach, jetzt bist du plötzlich wieder hier. Da kennt...
St. Burnster - 2. Mär, 20:00
Triebtäter
Forcierte Penisverlängerung (pro Demagogen-Verfassungsdisse rtations-Plagiatseite...
Pecas - 2. Mär, 07:36
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Fellow Passenger - 2. Mär, 01:48

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Zuletzt aktualisiert: 1. Jun, 18:33

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