WM-Querschläger

Montag, 10. Juli 2006

Rationalstürmers WM-Querschläger VII (Finale)

Ziehen wir nach vier echt seltsam entrückten Wochen also eine kleine Bilanz, pinkeln wir hier und da nochmal dem einen oder anderen Protagonisten der Spiele ans Bein und vergessen wir auch nicht, unterm Teppich nachzusehen. Der Dreck darunter müsste dank der Temperaturen langsam zu stinken anfangen, und man darf sicherlich gespannt sein, wer sich als erstes die Nase zuhält. Ein Kaffeetschkerl oder ein Gläschen Limonade zur Lektüre ist sicher nicht schlecht, weil das wird was längeres.

Doch zuerst, wie es sich für einen guten schlechten Verlierer (dazu später mehr) gehört, herzlichste Glückwünsche, liebe Terroni/Polentoni, auch von dieser Stelle aus!

Was sich im Nachhinein so richtig klasse anfühlt: Das fürchterliche Parzengeschrei neurotischer Berufsangstmacher wie Herrn Schäuble und Herrn Jung hat sich als das erwiesen, was es war: haltloses und dummes Gewäsch. Das lag sicherlich an auch an einer professionellen Polizeiarbeit, aber die wird man wohl auch im Rahmen einer solchen Großveranstaltung erwarten dürfen. Dafür, dass Personen wie die genannten im Vorfeld der WM mit allen Mitteln versucht haben, das Land mit ihrer Panikmache in eine Sperrzone zu verwandeln, darf man sie jetzt mindestens auslachen, aber eigentlich gehören sie sich in Eisen gelegt und einmal kreuz und quer durch die Republik geprügelt.

Unverkrampft? Was für ein Unfug!


Bezeichnenderweise waren und sind es genau Figuren wie Schäuble und Konsorten, die schon nach wenigen Tagen der Party es kaum fassen konnten (oder wollten), dass die Leute eben nicht wie ihre offiziellen Vorturner mit Stöcken im Arsch herumstehen und ihre Freude an dem Ding am liebsten mit einem betretenen Lächeln kundtun.

Dass angesichts der Riesensause in Dörfern und Städten als Erklärung die peinliche Vokabel vom unverkrampften Patriotismus in dicken Lettern auf die Agenda gesetzt wurde, zeigt nur zwei Dinge: Erstens, dass die Damen und Herren, die uns vertreten sollen - ebenso wie die, die darüber schreiben sollen - keinen Blick, kein Verständnis und schon gar kein Gefühl mehr dafür haben, wie gewöhnliche Menschen ticken, wie wirkliche Freude und ganz stinknormales, unüberlegtes Spaßhaben funktioniert. Zweitens offenbart die beinahe schon speicheltriefende Usurpation dieses Spaßhabens vor allem durch die deutsche Konservative, welcher Art die Reflexe sind, nach denen man hinter den Mauern der Ministerien und der sogenannten bürgerlichen Presse funktioniert.

Weil das Regieren mit der Großen Koalition mehr denn je zum gleichermaßen inhalts- wie ideenlosen Herumdoktern an den bestehenden Gegebenheiten verkommen ist, wurde ein schwarzrotgoldener Popanz aufgebaut, der das Wahlvolk auf unerträglich joviale Gutsherrenart sedieren soll. Weil es angesichts marodierender Konzernbanden auf der einen und einer in der Hauptsache Besitzstände auf Teufel-komm-raus verteidigenden und die eigene Zukunftslosigkeit beweinenden Linken auf der anderen Seite nicht mehr möglich ist, politische Mandate tatsächlich zu erfüllen, wurde da mit großen Augen verkündet, wie wunderbar die Freude über ein Land sei, dessen Bewohner nach so vielen entsagungsvollen Jahren nicht nur den nationalen Keuschheitsgürtel abgelegt, sondern sich vor lauter Begeisterung auch gleich eine dicke Fahnestange durchs nationale Hymen gestoßen hatten. Sitz, passt, wackelt und hat Luft. Und weil man der neuen deutschen Lockerheit aber doch nicht so ganz über den Weg traut, nutzt die Politik den emotionalen Ausnahme- und Gleichschaltungszustand ganz dreist für die größten Sauereien/Stümpereien in der Geschichte der Republik, die Dummen werden´s schon nicht merken. Derweil leistet das Fernsehprogramm stramm und blöd Schützenhilfe und blendet vorsichtshalber die Nationalhymne zum Mitsingen ein, Pisa lässt schön grüßen.

Beckmänner, Blödmänner

Überhaupt, das Fernsehen. Lassen wir an dieser Stelle einmal die Privatsender beiseite, die ja nur aus dem einzigen Grunde Spiele übertragen haben, weil das öffentlich-rechtliche Fernsehen sonntags nach 20 Uhr keine Werbung zeigen darf.

Der Lichtblick dieser WM gleich vorneweg: Monica Lierhaus. Professionell, aber nicht zu. Persönlich, aber nicht zu. Weiblich, aber nicht zu (was ja in der Noch-Schwanzträgerdomäne auch wichtig ist). Mehr davon, und bitte nicht kaputtmachen.

Vorknöpfen muss man sich vor allem Beckmann und Kerner, und hier reicht es (leider) nicht aus, sachlich-objektive Kritik zu bringen. Die vielen Jahre Talkscheiße, soviel steht fest, haben beide Fernsehmenschen ganz offensichtlich ruiniert, und zwar gründlich. Beckmanns grauenhafte Pathossalven, vor allem bei den Deutschlandspielen, waren mehr als unerträglich. Selbst ein Herr Rubenbauer, dem man nun wirklich auch keine erstklassigen Moderationen vorwerfen muss, hat es besser verstanden, persönliche (und auch theatralische) Elemente in seine Berichterstattung zu integrieren, als Herr Beckmann, dem man raten möchte, nächstens lieber bei der Bunten oder der Gala anzuheuern, anstatt den Menschen mit seinem unsäglichen Stuss auf die Nerven zu gehen.

Gleiches Bild im ZDF. Hätte nicht Jürgen Klopp das eine oder andere Mal mit unaufdringlichem Sachverstand und wirklicher Witzigkeit auf der Linie geklärt, Johannes B. Kerner wäre es mit Leichtigkeit gelungen, noch mehr mediale Eigentore in den Kasten der ZDF-WM-Arena zu knallen. Durch und durch peinlich und unangenehm, wie hier - sicherlich unter Einsatz einer ganzen Hundertschaft von Anheizern - dem Publikum von dieser selbstverliebten wandelnden Werbefläche ein Kasperlprogramm dargeboten wurde, für das sich jeder anständige Fernsehmacher innerlich nur schämen konnte.

Bemerkenswert auch, wir kommen wieder zur ARD, dass das Duo Delling-Netzer in der öffentlichen Wahrnehmung eine solch positive Resonanz erfährt. Seit Jahren ein eingespieltes Team, war es in erster Linie knallhartes Profitum, was die beiden abgeliefert haben. Sehr geschickt auch, dass es immer ein klein wenig gewollt aussah, wenn man sich gegenseitig anstichelte. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass Herr Netzer in seiner Eigenschaft als Executive Director des Sportrechteladens infront sports&media nicht ganz schuldlos daran ist, dass die Fussball-Weltmeisterschaft zu einer gigantischen Fabrik geworden ist, deren Bosse zigarrerauchend in klimatisierten und hostessenbetreuten Logen vor sich hindämmerten (oder in Gedanken schon ihr Geld zählten), während der kleine und finanziell mitunter schwächliche Fan oft genug das Nachsehen hatte, siehe Kartenprozedere, oder sich die Spiele in sponsorenverseuchten Public-Viewing-Aereas ansehen musste.

Trotzdem Party

2010 wird zeigen, ob die massenhafte und wunderbar ansteckende Begeisterung für das Fußballfest auch dann noch so groß ist, wenn Public Viewing nicht mehr umsonst ist, wenn die jetzt noch großspurig in SOS-Kinderdörfer gepumpten infront-Millionen vielleicht ganz woanders versickern.

Denn das war ja das wirklich große Wunder dieser WM: Dass die Menschen eben trotz aller Anstrengungen der FIFA und ihrer profithuldigenden Wasserträger, das Turnier kaputtzumachen, sich den Spaß nicht nur nicht verderben ließen, sondern ihn sich genommen haben, wo es nur ging. Verdammt nochmal, es war wirklich einfach eine große Party! All denen, die in dem buntbeflaggten Jubeltrubel nationalistische Auswüchse oder - genauso schlimm - Dummheit gesehen haben, sei gesagt: Selber schuld, wenn ihr´s nicht kapiert habt oder nicht kapieren wolltet. Mir ging viel von dem Gehupe auf den Sack, mir wurde auch bei manchen Sprüchen im Busen bang, und ganz bestimmt haben wir jetzt nicht kein Problem mit dem braunen Unrat im Land, nur weil diesem Pack vier Wochen lang schlicht und ergreifend der Wind aus den Segeln genommen worden ist. Aber genausowenig, wie wirs jetzt mit einem neuen Deutschland zu tun haben, haben wirs in bei der massenhaften Fahnenschwenkerei mit Dumpfdeutschland zu tun. Hier hatten einfach ein paar Millionen Leute ne Menge Spaß, und dazu haben sie sich halt auch ein paar Farben ins Gesicht gemalt und mit bunten Fähnchen gewedelt. So einfach ist das nämlich.

Und damit zum Spocht


Aber vielleicht versteht man das halt manchmal einfach nicht, dass es tatsächlich so einfach ist. Insofern darf man vielleicht auch bei dem Fußball, den die von Jürgen Klinsmann im wahrsten Sinne des Wortes aufgebaute Mannschaft gespielt hat, auch von einem kleinen Wunder sprechen. Mir grausts bei solchen Worten beinah vor mir selber, noch mehr fast, als es mir ja vor den Schwaben graust, und dieser Klinsmann ist ja eigentlich sogar ein ganz besonders seltsam-emsiges Exemplar dieser Sorte.

Nützt aber nichts, man muss sich den Dingen ja stellen. Und sagen wirs mal so: Im Vergleich zu dem fahrigen Gestöpsel und Hintenreingestelle, mittels dessen sich die Katzelmacher des Pokals bemächtigt haben, hat die schwarzweiße Elferbande es nicht nur nicht nötig gehabt, andere beim Schiedsrichter zu verpetzen, um doch irgendwie zum Erfolg zu kommen, sondern sie hat einfach in jedem Spiel gut ausgesehen. Sie ist einfach rausgegangen und hat das getan, was man sehen wollte: Sie hat einfach Fußball gespielt. Und das war beinahe schon so viel einfach, dass man manchmal seinen Augen nicht trauen konnte.

Das bleibt. Auch wenn wir schon recht bald wieder zur Tagesordnung übergehen werden und diese uns gar nicht mehr so viel Spaß machen wird. Es waren klasse vier Wochen, verlorenes Halbfinale hin oder her. Beim nächsten Mal vielleicht einfach ne andere Musik nehmen.

P.S.: Merkel und Köhler hab ich mir diesmal gespart. Ist eh Hopfen und Malz verloren.

P.P.S.: Danke, Zinédine Zidane, für diesen shakespearehaften Abgang!

Samstag, 8. Juli 2006

Rationalstürmers WM-Querschläger VI

Ach Köhler, halt doch bitte einfach die Klappe.
Nachtrag: Merkel, du auch.

Das muss erst mal reichen.

Donnerstag, 6. Juli 2006

Rationalstürmers WM-Querschläger V

Heute möglicherweise mit leichten Verständnishürden oder Auflegeverbot für Gerald Asamoah.

Etz is oiso der Franzos im Endspui. Der Franzose gegen den Italiener. I mog an Franzosn ned. An Italiener mog i aa ned, oba den Franzosn, den mog i erscht recht ned. Mir san de Franzosn zwida, diese Gschwoikepf. Und das de etz noamoi nach Berlin fahrn deafan, oiso da kanntns ja glei des Salonwagerl vo Versailles mit dazuastön.

I hätt an Holländer aa ned meng, aber den Holländer hams ja schon rechtzeitig nausgschossn ausn Turnier, oiso is mir des heit wurscht, was mitn Holländer is. Und wemmas a so siagt, dann is ja der Holländer zwar a recht a lästigs Wimmerl und hoid einfach a saubläder Knalldepp, oba zumeist verziagt a si ja recht gschwind wieda in sein Wohnwagn, wemman amoi gscheid aufs Mei haut, und dann is a Ruah.

Anders is des beim Engländer. Eine Ruhe gibts da nicht. Diese rotkopferten Drecksai haun zerscht no ois zamm, dann speims da hi, wos grad stengan und des, was übableibt, des deafan dann de andern wegmacha. Naa, an Engländer hätt i erscht recht ned meng. Soichane Zipfeklatscher gherts net anders, de ghean se nausghaut.

Schad hoid a bisserl, dass koane Neger mehra dabeisan. Oiso koane richtigen Neger, moan i. Wei eigentlich kimmt a so a Mannschaft heid eh scho nimma ohne an Neger aus, wenns was darstellen mecht. Sogar deitsche Neger ham mitspuin deafa. Wobei ma scho sagn muaß, dass des vielleicht ois ganz anders ausganga war, wenn der oane Schwoaze ned oiwei a so a gschissene Musi gmacht hätt. I glaub, dass eahna des as Gnack brocha hod, de Deitschn. Den ghert si im Nachhinein no a soichane Watschn, dass a si des beim nächstn Moi dreimoi übalegt.

Über des, dass der Italiener des Spui gstoin hod, da brauchma eh ned redn. Des san hoid amoi Roßtaischa, und ganz windige no dazua. Brauchstas bloß oschaung, dann werds da scho schlecht. Werns hoid hübsch was zammbracht ham, dass da Schiri a so pfeift, wias eahna taugt. Das mi koana foisch vasteht: I mach ma scho gern amoi an Teller Schbagetti, und mir fahrn ma ja aa jeds Jahr nach Caorle, aber wennst da hifahrst, dann woaßtas ja eh, auf wasd di eilasst. D´Frau nimmt dann scho gar koan richtign Schmuck ned mit, und lustig sans ja, diese Springgingkerl am Campingplatz, oba dann woaß mas hoid im Voraus. Aber so is ja der Italiener einfach herkemma und hod uns in unsan eigenen Land as Handtaschl gstoin, und aso gehts hoid amoi ned.

P.S.: Es wead fia die Preissn keine Übersetzung nicht geben!

Montag, 26. Juni 2006

Rationalstürmers WM-Querschläger IV

Heute mal ohne jeden didaktischen oder aufklärerischen Ansatz und eher so in Schnippelform. Glaub ich. Ach, ich weiß doch auch nicht.

Vorneweg erstmal ein kurzer Tritt in Richtung Vollhorst. Der Typ hat offensichtlich nichts anderes zu tun, als weiterhin das Amt zu beschädigen. Keine Ahnung, ob es jemand aufgefallen ist, aber jetzt saß der doch schon wieder im kurzärmligen Hemd auf der Tribüne. Wenn ihm sein Hausarzt weniger Anstrengung aufgeschrieben hat, dann soll er halt verdammte Scheiße nochmal den Job schmeißen und sich wieder in die Sparkasse stellen und Überweisungen buchen. Ich kann sie nicht mehr sehen, diese casual Arschlöcher und ihre verordnete Lockerheit, und schon gar nicht, wenn sie so peinlich sind wie diese schlecht gemachte Bundespräsidentenattrappe.

Weiters macht mir Oliver Kahn langsam Sorgen. Ich bin immer fester davon überzeugt, dass der eigentlich sowas wie ein Autist ist. Oder zumindest ein Extrem-Borderliner. Ganz schön schlimm das, als die ihn da nachm Torjubel immer wieder mal eingeblendet haben. Das Kinn gedankenverloren in die Hand gestützt und völlig stieren Blickes soll er sich nach den Worten Bela Rethys wohl "nach innen" mit seiner Mannschaft gefreut haben. Ich denke mal, wir werden bald erleben, dass er entweder weinend zusammenbricht oder mitten im Spiel aufn Platz rennt und Jens Lehmann mit seinen Riesenpranken einfach erwürgt.

Zwischenfrage: Hat jemand eine Idee, warum sich Johannes B. Kerner andauernd die Lippen ableckt? Und hat da wohl nach der ersten Schalte, als er sich die Visage noch schwarzrotgold angepinselt hatte, seine Frau in der ZDF-Arena angerufen und gedroht, dass sie gleich am Montag zum Rechtsanwalt geht und die Scheidung einreicht, wenn er sich die Karnevalsbemalung nicht sofort aus der Fresse putzt?

holygrail058

Ach ja, die Engländer. Meine Freundin (wir ham uns entschlossen, das jetzt offiziell zu machen, bringt ja auch niemand was, diese ewige Heimlichtuerei) findet ja die ganze Mannschaft hässlich, ich konnt sie nicht mal von Beckhams Schönheit überzeugen. Okay, der Schweini schaut jetzt auch nicht grad aus wie Helmut Berger, aber ich meine, wenn man schon so ein Scheiß-Spiel abliefern muss, warum muss man dann unbedingt auch noch gewinnen dürfen? Fußballgott, das musste mir schon nochmal erklären. Ausgerechnet dieser insulare abgesägte Ast der Evolution kommt weiter, ich fasses nicht. Fetchez la vache.

Donnerstag, 15. Juni 2006

Rationalstürmers WM-Querschläger III

deutseland-blog

Provocatio delectat oder Jubel, Trubel, Heiterkeit .
Screamshot auf Screen, 2006, Privatsammlung.

Jeder nur einen Stein, die Defätisten dürfen meinetwegen zuerst.

Wenn ich mir nämlich die Bratwürscht selber braten muss und sie mir nicht von einem drallen fränkischen Metzgersmadla in mei Weckla neibackn lassen kann, weil ichs nicht mal mehr die paar Meter in den Biergarten schaff, dann bin ich noch übellauniger als eh schon. Und jetzt hab ich genug gelesen, dass mir der Kragen platzt.

Und dann fällt mir ein, dass mich außer Deutschland, Deutschland nur noch Deutschland, halts Maul grad so richtig ankotzt. Mir ist das wurscht, was mit den Fetzen nach den vier Wochen passiert. Mir ist das auch wurscht, ob sich irgendwer nachts damit schlafen legt, reinwichst oder sonstwie erotisch damit umgeht. Ebenso wurscht ist mir, ob wer drauf rumtrampelt, das Ding anzündet oder es in Streifchen schneidet und sich den Bierschiss vom Vorabend damit ausm Arsch wischt.

Es ist endlich Sommer, das Land ist voll von Leuten, die Massenveranstaltung fühlt sich auch mit der Anwesenheit des Gangsters Sepp Blatter und trotz der Dauereinblendungen der Hackfressen vom Vollhorst und vom Merkelchen gut an, und da reichts mir dann einfach, wenn mans nicht einfach auch mal gut sein lassen kann.

Ich fühl mich ganz ehrlich auch nicht so unbedingt wohl im Dubistdeutschland-Deutschland und käm ums Verrecken nicht drauf, mir so ein Fahnderl an die Antenne zu montieren, aber ihr ewigen Wie-Scheiße-ist-das-denn-Bessermenschen könnt mich jetzt bald einmal.

Sonntag, 11. Juni 2006

Rationalstürmers WM-Querschläger II

mexico-blogg

Bevor das KOMM auf - sagen wirs mal böse - Geheiß des damaligen Nürnberger CSU-Bürgermeisters Scholz (den inzwischen auch schon der Teufel geholt hat, und zwar schon 2005, was die Volldeppen von der CSU-Stadtratsfraktion auf ihrer Webseite offensichtlich immer noch nicht wahrhaben wollen) ausgeräuchert wurde, war der Laden eine bunte Spielwiese linksalternativer Gruppen und wurde als solche im Jahre 1973 auch konzipiert. Mit allen Lächerlichkeiten, die sich jugend-, frauen- und sonstwas-bewegte Menschen halt so einfallen lassen. Ich sag nur gemeinsames Menstruieren und sowas alles...

Heute finden wir an gleicher Stelle in der Nürnberger Königsstraße das Kulturzentrum K4, und im Biergarten desselben kann man im Moment in einer zugegeben echt angenehmen Atmosphäre den jeweiligen Fußballern der jeweiligen Mannschaften via Großbildleinwand beim Weinen zuschauen.

Die Freude dieses Mäderls fand ich besonders lieblich, drum hab ich auch gleich probiert, beim Torschrei ein Foto von ihrem unglaublich sexien Bauchnabel von der mexikanischen Fahne zu machen.

Mir war das wurscht, ob der Beckstein den Ahmadinedschad jetzt am Flughafen verhaften lassen wollt oder nicht. Freilich hat der Irano gewaltig eins an der Waffel und würd sich schon totgetreten gehören (der Beckstein aber auch, zumindest das mit der Waffel), aber ich wollt einfach nur das Fussballspiel anschauen, ein Bier trinken und leckere Nürnberger Bratwürscht essen, was mir auch gelungen ist.

Darüber hinaus könnt man sich ruhig auch mal drüber beschweren, dass der Coca-Cola-Manager Fox die Belange der indigenen Bevölkerung Mexikos nach wie vor nicht ernst nimmt. Das ist nämlich auch wichtig, und nicht nur, wie die sog. patente Frau Knobloch es anscheinend haben will, dass man im Iran gleich den nächsten Krieg anzettelt. Weil wenn Sie schon wissen wollen, was Appeasement ist, Frau Knobloch, dann redens bittesehr nicht so einen hahnebüchenen Mist daher.

Die Mexikaner im Biergarten waren übrigens saunett nach dem Spiel und haben die Iranis mit Ay, ay, ay, ay - Canta, no llores getröstet.

Freitag, 9. Juni 2006

Rationalstürmers WM-Querschläger I

Klar kann ich mir schon quasi aus sturmethischen Gründen die Gelegenheit nicht entgehen lassen, in den nächsten Wochen das eine oder andere Wort zum Fussball und seinen Begleitumständen zu verlieren. Da ist es nur konsequent, die Anzeigetafel um den Punkt "WM -Querschläger" zu erweitern. Wer keinen Fussball mag, möge mir verzeihen. Übrigens verstehe ich überhaupt nichts von dieser Sportart, das vielleicht noch als Hintergrundinformation. Außerdem kann man in dieser Rubrik was lernen, also gefälligst lesen!

Grönemeyer ist ganz schön dick geworden, das ist mir als erstes aufgefallen. Und das, obwohl ich die Eröffnungsfeier gar nicht gesehen habe. Zum Oweh-oweh-oweh sag ich nur, dass ich ihn - im Stau stehend (also ich, nicht er) - im Radio sagen hören hab, er habe mit dem Lied zeigen wollen, dass wir Deutschen auch lachen können. Und sowas muss man sich von einem Jammerlappen sagen lassen, der damals nix anderes zu tun hatte, als den Krebstod seiner Frau in goldene Schallplatten und eine Therapie zu verwandeln und dann nach England auszuwandern und alle pfurz lang drüber zu lamentieren, wie wenig er doch nach all dem Drama in Deutschland in Ruhe gelassen worden ist. Vielleicht nimmt man bei der nächsten WM dann doch lieber die grenzdepperten Sportfreunde Stiller, die schauen wenigstens lustig aus.

Über Christian Stückls Neckermann-Folklore-Theater zur Eröffnung hab ich kürzlich beim Edi drüben schon kurz gekotzt, trotzdem sollten sich die Plattler und Goaßlschnalzer was schämen dafür, dass sie sich für so einen klischeetriefigen Schmarrn hergegeben haben. Aber anscheinend hat die FIFA das ganze Oberland mit Geld zugeschissen, und der Menschenschlag dort ist es ja gewohnt, dass er zwar bei jeder Gelegenheit über die großkopferten Münchner vom Leder zieht, nur um dann doch jeden Morgen recht brav zur Arbeit in die Landeshauptstadt zu pendeln. Ein Glück, dass der Schmied von Kochel oder der Räuber Kneißl das nimmer erleben mussten.

Bleibt noch Johannes Baptist Kerner. Da zitiere ich wie schon im alten Blog die fabulösen Stermann & Grissemann: "Ein blondgeföhntes Arschloch" - mehr muss man über den nicht wissen.

Postscriptum.: Jaja, ich weiß, es gibt im Oberland auch anständige Menschen. Kennst mich ja. Hauptsach´ is doch, dass´d Luft recht schee scheppert.

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Die Frage nach dem Sein.

Du bist nicht angemeldet.

Die Beobachtungskamera.

Bist äigschloufm...
Bist äigschloufm oda wos? Iwarawal homa in easchdn...
fuxbeck - 1. Jun, 18:33
Nur zu. Immer her mit...
Nur zu. Immer her mit den Kommentaren - selbst wenns...
rationalstürmer - 2. Mrz, 21:43
Das mit der Glaubwürdigkeit...
Das mit der Glaubwürdigkeit ist ja eh so eine...
rationalstürmer - 2. Mrz, 21:41
Ich hab einen Magen-Darm-Dings,...
Ich hab einen Magen-Darm-Dings, da ist mir ein bisserl...
rationalstürmer - 2. Mrz, 21:38
Hahaha, Herr Passenger...
Hahaha, Herr Passenger ... das mit den eigenen Überzeugungen...
rationalstürmer - 2. Mrz, 21:36
ja du lieber mein vater
In meiner Erregung sehe ich mich veranlasst, hier -...
Pecas - 2. Mrz, 20:47
Das Interview interschien...
Das Interview interschien ja wohl zeitgleich mit der...
stilhäschen - 2. Mrz, 20:12
Ach, jetzt bist du plötzlich...
Ach, jetzt bist du plötzlich wieder hier. Da kennt...
St. Burnster - 2. Mrz, 20:00
Triebtäter
Forcierte Penisverlängerung (pro Demagogen-Verfassungsdisse rtations-Plagiatseite...
Pecas - 2. Mrz, 07:36
Um treffend Lump geziehen...
Um treffend Lump geziehen zu werden, ist der Mann fraglos...
Fellow Passenger - 2. Mrz, 01:48

Die immer müßige Suche nach weiteren Wahrheiten

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Dass ich nicht lache.

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Zuletzt aktualisiert: 1. Jun, 18:33

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