Sonntag, 27. Dezember 2009

Heute trivial. Verzeihung.

Seid ihr eigentlich auch so saugespannt aufs nächste Jahr? Ich kanns irgendwie schon gar nimmer erwarten.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Das Wunder von 2009

Überrascht sein, wie andere auch 1 und 1 zusammenzählen können. Überrascht auch spüren, wo man am richtigen Ort ist, die richtigen Worte hören, kleine Berührungen, ein Lied summen, Menschen, die einen zur Seite nehmen, zaghaft das eine und das andere aber auch zurechtrücken.
Das hermetische Café, 2009

Ich weiß nicht, ob mir das dieses Jahr erst auffällt, aber irgendwie bin ich beim Lesen von Jahresrückblicken immer ein bisschen geschockt. Ein Wahnsinn, was die Menschen da draußen so alles treiben ein einem Jahr. Was ihnen so widerfährt. Was sie für Unmengen an Büchern verschlingen, Platten hören, Filme sehen und Fernsehserien glotzen. Von den Videospielen mal ganz zu schweigen. Wobei, wahrscheinlich sagt man nicht mal mehr Videospiel dazu. Ach, ist ja auch wurscht. Ich spiel sowas ja auch nicht. Das letzte Mal hab ich sowas glaub ich 2002 gespielt. Mit dem Söhnchen meiner damaligen Freundin. Sony Playstation. Gerade keimt der fürchterliche Verdacht in mir auf, dass ich seinerzeit nur deswegen nicht zum Konsolenfan geworden bin, weil die ganze Gschicht in einem solchen Fiasko geendet ist. Aber auch das: Wurscht. Punkt. Wurscht wäre an sich ganz gut geeignet, mein 2009 zu beschreiben, fällt mir jetzt auf. Und das, obwohl ich keineswegs zum Phlegmatiker geworden bin in den letzten zwölf Monaten.

Trotzdem dann aber dieser Schock. Und vielleicht sogar a bisserl das Gefühl, mir meine Zeit nicht recht eingeteilt zu haben. Andererseits dann die Frage, wie das bitteschön auch gehen hätte sollen. Weil wenn mich heut einer fragt "Und, Rationalstürmer? Is sauber was gangen in 2009?" müsst ich glatt entgegnen: "Nein. Ich hab praktisch bloß gearbeitet." Dabei hab ich auch 2008 schon praktisch bloß gearbeitet und die wichtigsten Bücher, Platten und Filme verpasst. Fernsehserien und Videospiele eh. Und jetzt sitz ich hier und lass mir das alles beim Schreiben nochmal so durch den Kopf gehen und komm - sensationell eigentlich - auf den Trichter, dass ich sehr wohl geschockt bin, aber gleichzeitig auch, ich trau michs fast nicht sagen: glücklich. Einfach glücklich. 2009 hat mich glücklich gemacht. So summa summarum. Gibts jetzt fast gar net. Fühlt sich aber so an.

Nicht, dass es nicht auch heuer wieder ein Haufen Scheißdreck zu erleben gegeben hätte. Nicht, dass ich nicht auch 2009 einfach wieder mal falsch verbunden gewesen wäre. Nicht, dass ich das mit den vierzig Jahren mal einfach so im Vorbeigehen mitgenommen hätte. Und auch nicht, dass ich jetzt mit meinem gerade heute erst diagnostizierten vielleichten Kreuzbandmalheur vor Freude Luftsprünge machen möchte. Aber irgendwann - ich krieg gar nicht mehr genau hin, wann es losgegangen ist, muss so grob geschätzt zwischen Juli und September gewesen sein - irgendwann hat sich da etwas seltsam Schönes in mein Leben geschlichen, so wie der Ekel beim armen Roquentin, aber halt genau in die andere Richtung. Oder vielleicht sogar in genau dieselbe, wer weiß das schon. Und mir wäre das, wie eingangs schon erwähnt, einfach auch wurscht.

Das alles gibt jetzt vielleicht Anlass zur Bestürzung. Aber keine Sorge: Am Granteln werd ich so schnell nicht die Lust verlieren. Und wenn ich doch einmal phasenweise ins schäferlyrische abdriften sollte, dann gibts glücklicherweise ja auch ganz wunderbare Kollegen, die stets für eine saubere Austeilung gut sind.

Schöne Feiertage wünsch ich.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Ein bisserl was geht immer.



Ich weiß schon, ich müsste dringend mal wieder was schreiben. Weil ganz ehrlich: Ich hab fast wieder sowas wie einen richtigen Spaß an diesem Blog gefunden. War ja länger nicht so. Das heißt - der Spaß wär schon da gewesen - aber wennst in der Früh um neun in die Arbeit neigehst und nachts um eins immer noch net wieder draußen bist, dann kann das ja alles noch so eine Hetz sein, nur schaffen tut das halt nicht einmal ein Rationalstürmer. Zumal ich ja jetzt Vierzig bin und die Zipperlein sich ganz hinterfotzig anschleichen. Da darf man dann ruhig auch einmal ins Betti neischlupfen, ohne dass man zuvor noch ins Internet neischreibt.

Auch ist mein Mitteilungsbedürfnis keineswegs kleiner geworden. Ich tät am liebsten immer noch allen und jedem Alles und Jedes erzählen. Es schoppt sich offen gestanden auch schon ein bisserl was. Und da sind dann bereits die unwichtigeren Episödlein aussortiert, wie zum Beispiel die, dass einer von meinen Scheffs manchmal mit einem Hemd in die Arbeit kommt,. das hundertprozentig aus einer alten Wirtshaustischdecke geschneidert ist. Oder die, wo ich einmal zufällig eine Bekannte in der Stadt getroffen hab und vor lauter Wiedersehensfreude mitten in einen Hundsdreck neitreten bin. Rausgeflogen ist inzwischen auch eine gar nicht mal so schlechte Hassorgie auf alle Immobilienmakler der Stadt. Nicht, dass ich nicht noch einen saumäßigen Prass auf diese Baggage hätte, aber wenn ich mich da erst einmal in Rage schreib, komm ich zu überhaupt nix anderem mehr.

Gern erzählt hätt ich hingegen von dem Scheiß-Pärchen, das kürzlich beim Miss-Li-Konzert vor der Kollegin und mir nix anderes zu tun gehabt hat, als sich die ganze Zeit saudeppert anzutanzen. Wie wenn nicht eh schon von vornherein klar gewesen wär, dass die auch zusammen heimgehen würden. Wo´s doch auch zusammen reinkommen sind, die gschissenen Arschlöcher, die gschissenen. Und das sag ich jetzt nicht, weil ich zwar mit der Kollegin reinkommen bin und nicht mit ihr heimgangen bin und deswegen am End etwa auf das junge Glück neidisch gewesen wär. Nein, ich sag das nur, weils halt zum Teufel nochamal einfach keine Art nicht ist, dass man sich auf einem Konzert vor andere Leut hinstellt und sie schon allein mit der bloßen Anwesenheit belästigt.

Just ein nämliches Ungemach würde aber auch gut in die Nachlese von meinem neulichen Berlinbesuch passen. Da war ich nämlich mit meinem oidn und mir - verrückt, wie des des Internet zammabracht hat - echt ans Herz gewachsenen Blogspezl Burnstl bei der Scout Niblett aufm Konzert, und da waren schon wieder solche Arschlöcher mit dabei. Kein Pärchen diesmal, aber dafür so eine billige Drecksau, der die ganze Zeit mit seine ebenso himmelblöden Flietscherlbegleitungen geschwätzt hat, dass ich mir wirklich ernsthaft überlegt hab, ob ich ihm nicht jetzt einfach eine schallern soll, dass ihm sein blödes Maul auf der Stelle zuschwillt. Naja, ich habs dann nicht gemacht, weil es war mein letzter Abend in Berlin, und da willst ja dann auch nimmer groß auffallen.

Unbedingt ausstehen tut auch ein Stöckchen von der wirklich saulustigen Frau Infemme. Die meint nämlich, ich wäre tatsächlich ein kreativer Blogger, und hat mir einfach so ein Trumm naufghaut. Und jetzt, wo ichs hier drin schon einmal erzählt hab, hau ich das Ding hoffentlich auch bald einmal weiter. Weil einen gewissen Stolz hat man dann ja auch noch, wenn man von einer nachgewiesenermaßen vom fachen Kollegin so gelobt wird.

Jaja, es gäb also schon einiges zu tun hier drin. Aufräumen müsst ich außerdem auch wieder einmal. Aber da ist dann halt obendrein noch eine ganz andere Gschicht, die mir im Moment wirklich sowas wie Kopfzerbrechen bereitet. Aber darüber schweige ich mich jetzt einfach mal aus und verweise an dieser Stelle einfach auf das Lied da droben. Das wollt ich nämlich schon lang einmal an mein Schaufensterl hier pappen. Und juchuu, jetzt hats geklappt!

Sonntag, 6. Dezember 2009

Nachruf

Mit Otto Graf Lambsdorff verliert die Bundesrepublik Deutschland einen ihrer herausragenden Steuerhinterzieher.

Montag, 30. November 2009

Probleme, nichts als Probleme

Dass der erste Arbeitstag nach drei Wochen Urlaub kein Zuckerschlecken ist, versteht sich von selbst. Dass aber eine Drecksau von einem Montag, wie sie im Buche steht, sich einfügt in eine nicht abreissen wollende Kette von Lebensärgerlichkeiten, das tut dann selbst einem knochenharten Knochen wie mir weh, der nun tatsächlich schon in so manche grauslige Grimassenfratze des Lebens hat blicken müssen.

"Des gschiegt doch dir gscheit recht," wird jetzt da so manch einer sagen wollen. "weil dir gehts doch nicht gut, wennst nicht auf irgendwas deinen Grant haben kannst." Tja. Schon. Aber halt auch wieder nicht. Weil wenn man jetzt so ganz langsam und allmählich auch bewusstseinsmäßig im vierten Lebensjahrzehnt angekommen ist, dann wär ein bisschen eine Ruhe ab und an schon gar nicht schlecht. Also richtige Ruhe. Damit man mich recht versteht. Nicht irgendwie nur ein gschissenes Wochenende, an dem man mal die Füße ganz ungschamig auf den Tisch legt. Gemütsruhe, verstehts ihr des? Gemütsruhe mein ich. Ein Angekommensein im Zen´schen Sinne. Eins, das sich gleichermaßen aus dem Angekommen sein speist und sich augenblicklich auch darin ergeht. Ein Hafen, wenn man so will. Aber einen, wie ihn der selige Edikarl Henn vielleicht jetzt hat. Da droben. Nicht so einen gefaketen, wie er im Ikeakatalog verkauft aus einem Leder, auf das die Sonne net zu lang scheinen darf, weils sonst brüchig wird.

Aber nein, nichts davon. Mal ganz abgesehen davon, dass Regen ohne Schirm halt so gar nichts wunderbares hat, zumindest nicht im November. Und nicht einmal in einem November, der sich für einen April hält. Die kranke Sau. Und nicht einmal, wenn trockenföhnen ja immer geht, solange die Stromrechnung bezahlt ist. Immerhin das. Also beides. Aber sonst ... nur Scheissdreck. Nur Trottel. Nur Probleme. Eine Nebenhöhle beispielsweise, komischerweise nur eine von beiden oder wie das heißt, die sich einfach nicht einkriegen will. Oder ein Knie, das sich anfühlt wie das von einem alten Mann. Und obendrein permanent schmerzt. Und lauter Trottel. Wo man auch hingeht. Als hätten die sich alle abgesprochen. "Jetzt geben wirs ihm. Aber so, dass ers merkt. Der Arsch." Pfff, als ob ich nicht schon genug eingesteckt hätt von überall her. Und dann noch der Schätzing im Fernseher. Dieses blasierte Arschloch. Der will doch auch bloß junge Dinger ficken.

Also nicht, dass nicht auch junge Dinger ficken wollt. (Jetzt lügt er auch noch, der Schätzing, die Drecksau. Ausm Fernseher raus.) Eine zum Beispiel, die hat ein Tattoo am Arsch, das würd ich nur zu gern einmal sehn. So von hinten. Auf Knien. Nur: Was willst machen, so mit vierzig? So mit Bauch? So mit Midlifekrise? Wenn sie dich so anstrahlt mit ihrem rotzfrechen Achtundzwanzigjährigengrinsen. Oder Siebenundzwanzigjährigengrinsen. Oder noch jünger. Ich weiß ja nicht mal das. Und einfach nach dem Alter fragen, so zwischen zwei Zigaretten, ja wer macht denn sowas heute noch? Na, is ja auch wurscht. Wird erstens überbewertet, das Ficken. Und zweitens hab ich ja da noch die Gschicht mit dem Knie. Da könnt nach einer Pause fragen oder nach einer Schmerztablette potentiell auch eine gewisse Peinlichkeit in der Situation nach sich ziehen. Und wenn man schon nicht mehr nach einer Peinlichkeit strebt in meinem fortgeschrittenen Alter (der Schätzing ist echt ein saublödes Arschloch), dann strebt man doch noch weniger danach, "in eine Situation" zu geraten.

Hab ich eigentlich das mit der Packstation erzählt? Noch nicht? Na, also das mit der Packstation ist auch so ein Scheissdreck. Dreimal war ich da jetzt. Dreimal. Und dreimal war dieses Drecksding "nicht betriebsbereit", wie das im Fachjargon von den Arschlöchern heißt, die diese gschissene Kistn da hingestellt haben. Auf Deutsch sagen traun die sich das ja nimmer. Sollns halt wenigstens hinschreiben, dass sie kaputt ist, die Packstation. Heut war ich dann auch wieder da. Das Packerl aber nicht mehr. Das hab ich herausgefunden, weil heut war sie nimmer kaputt. Heut war allerdings auch die Lagerfrist abgelaufen. Wahrscheinlich hau ich jetzt dem nächsten Briefträger, der mir begegnet, so richtig voll eine aufs Maul wegen dieser Gschicht. Und krieg dann natürlich noch mehr Ärger. Aber was soll ich denn sonst machen? Wenn ich in die hundsblöde Packstation neitret, dann brech ich mir ja wahrscheinlich einen Zeh. Und ganz ehrlich: Noch ein Zipperlein brauch ich dann wirklich nicht.

Naja,.trink ich halt einen Schnaps und geh nei in mein Bett.

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Die Frage nach dem Sein.

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Die Beobachtungskamera.

Doch, total. Wenns bloß...
Doch, total. Wenns bloß nicht mehr so lang hin...
St. Burnster - 4. Jan, 16:03
Ein gutes Neues!
Ein gutes Neues!
Pecas - 31. Dez, 16:26
nicht unangenehm
Nachdem bei mir Weihnachten nichts war und Sylvester...
Pecas - 29. Dez, 21:03
Ja, da bin ich gspannt...
Ja, da bin ich gspannt ob ich neugierig bin. Momentan...
fuxbeck - 28. Dez, 11:53
Heute trivial. Verzeihung.
Seid ihr eigentlich auch so saugespannt aufs nächste...
rationalstürmer - 27. Dez, 22:42
Sie sagen es, Herr Kid....
Sie sagen es, Herr Kid. Das Durchatmen und das Umschauen....
rationalstürmer - 27. Dez, 22:38
Man darf ja auch mal...
Man darf ja auch mal durchatmen, sich umschauen, die...
kid37 - 24. Dez, 11:49
Die Verlinkung geht schon...
Die Verlinkung geht schon in Ordnung, meine Liebe....
rationalstürmer - 23. Dez, 23:11
Ganz ehrlich, Herr Doktor:...
Ganz ehrlich, Herr Doktor: Mich beunruhigt dieses Geständnis...
rationalstürmer - 23. Dez, 23:05
... und ich hab mir eigentlich...
... und ich hab mir eigentlich gedacht, ich würd...
rationalstürmer - 23. Dez, 23:03

Die immer müßige Suche nach weiteren Wahrheiten

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Die Heirats- und anderen eindeutigen Anträge nach wie vor bitteschön an
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Dass ich nicht lache.

Online seit 1669 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 4. Jan, 16:03

Die Mitschuldigen an dieser garstigen Sammlung von nachgemachtem Ausgekotzten.

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