Dienstag, 10. März 2009

Machen wirs kurz: Ich bin schwanger

Tja, da schlucken jetzt aber manche unter euch Lieben, wie? Aber ich kann alles erklären. Leset nur ...

Natürlich geh ich gern mit meinen Zipperlein hausieren. Dafür gibt es zum einen zutiefst ursozialistische Gründe: Ich will der unsichtbaren Welt da draußen einfach eine echte Teilhabe an meinem kleinen Leben bieten. Zum anderen ist da dieser gewisse gesteigerte Mitteilungsdrang, der mir - viel öfter, als ich in dem bisschen Freizeit unterbringen könnte, welches mein Tagwerk mir gestattet - förmlich aufzwingt, mich hier so halböffentlich und gänzlich ohne Scham wieder und wieder bis ins Seeleninnerste zu entkleiden.

Von meiner Schwangerschaft habe ich eher durch einen lästigen Zufall erfahren, namentlich durch einen hundsordinären Nasenkatarrh, den über Wochen hinweg zu verschleppen ich mich durch verschiedentliche und hier nicht weiter ausbreitenswerte Pflichten verdammt sah. Und obschon mein bisweilen arg mitgenommenes Näslein immer wieder durchaus dergestalt beschaffen war, vom Anblicke seiner selbst jedem Betrachter die Diagnose "Ins Bett, aber schnell!" zu entlocken, wollte ich partout nicht ruhen, gab mich sinnlosem Naturmedikamentenkonsum und billigen Bade-Arzeneien hin - und trug den zu diesem Zeitpunkte schon irreversibel sich in mir eingenistet habenden unheilvollen Fötus von einem Tag auf den nächsten und von diesem auf den übernächsten in mir. Was den Keimling meines schon vorfreudig sich die Hände reibenden Siechtums weiter und weiter wachsen und gedeihen ließ.

Das ging so vor sich hin, bis mir vor gut zwei Wochen die Lebensgeister, offenbar zutiefst angewidert von der Respektlosikeit, mit der ihnen zu begegnen ich mir die ganze Zeit über angeeignet hatte, in gelbgrünen, den Odem der Fäulnis verbreitenden Schlieren, aus den Nasenlöchern troffen. Und wie dies Leben so mehr und mehr aus mir wich, wuchs meine offensichtlich doch vorhandene Angst um es. Wie wichtig einem so ein bisschen Existenz doch werden kann, wenn nächtens die Fieberträume einem den eigenen Leib in den salzig-tosenden Fluten von Schweißbädern vorführen. Und wie sehr man sich doch an den noch immer nicht aufgebrauchten Resturlaub klammern kann, an all die Reisepläne an die See, in die Berge, in die Ruhe.

Der Doktor, den ich schließlich - mir keinen anderen Ausweg mehr wissend - aufsuchte, konnte mich beruhigen: In meiner Nase wächst etwas heran. Ich habe noch keinen Namen für es, noch bin ich mir zur Gänze sicher, ob es auszutragen ich tatsächlich bereit und reif bin. Es ist ein kleines, schleimig-eitriges Ungeheuer, dass da vor sich hinwabert. Im Ultraschallbild ist es noch ein wenig sehr amorph, und mich mit seinem Vorhandensein anzufreunden fällt mir noch etwas schwer. Aber immerhin, es scheint ein wackeres, robustes kleines Wesen zu sein. Es hat das Antibiotikum weitaus besser überstanden als beispielsweise mein Verdauungstrakt. Und es scheint sich von Nasenspray zu ernähren.

Ich werde noch ein Weilchen darüber nachdenken, was jetzt werden soll. Wer weiß, vielleicht behalte ich es einfach. Vielleicht werde ich einfach irgendwann in der nächsten Zeit zu meinem Chef gehen und mit ihm über meine Elternzeit reden.

Freitag, 6. März 2009

Sozialromantik / 17 Prozent



Ist mir wirklich völlig unverständlich, dass die feinen Leistungsträger dieser Republik ihre bezahlten Abstimmer von der FDP nullkommanix auf Regierungsbeteiligungsgröße anschwellen lassen können, wohingegen die 3.552.000 Bezahler der Krise es nicht schaffen, ihre Ärsche langsam mal in Richtung Villenviertel zu bewegen. Aber das ist wohl einfach zu viel verlangt.

Samstag, 28. Februar 2009

Das Männchen mit den Frevelhölzern

Walter Mixa ist gewiss nicht zu beneiden. Wer im gestrengen Zölibat zu leben sich auferlegt hat und beschlossen, sein Fleisch im ewigen Widerstreite mit den Begierden zu pflegen, den werden wohl so manche Nacht allerlei verderbte Versuchungen des gerechten Schlafes berauben. Gar sündhafte Visionen müssen das sein, verkommene Trugbilder der Wollust und der dunkelsten aller Triebe, die Nacht um Nacht sich zur alpdrückenden Heimsuchung auswachsen und die geschundene arme Seele auf das Heftigste peinigen.

Wie verständlich ist es doch dann, wenn solch einer, der ausschließlich dem Allermächtigsten brav und treu und standhaft zu dienen sich verpflichtet hat, bis dieser ihn - wenn des Lebens Mühen endlich enden und die letzten Körnlein Sandes im Stundenglase vom baldigen Besuch des Schnitters künden - heimberuft zu sich, wenn solch einer also im verschwieg´nen Dunkel seiner Schlafstatt gleich dem Sünder Onan die Hand an sich legt. Verschafft doch der armen Kreatur einzig und allein der klandestine Genuss der hastig mit brokatnen Tüchlein fortgeschwischten feuchten Frucht aus der unheiligen Rechten der Hand-Maria von Masturbia ein wenig Linderung von seinen Leibesqualen.

Doch ach, wie gering muss wohl die Genugtuung sein, die ein solcher Verspüren kann, eingezwängt und schier zerrieben zwischen den unablässig mahlenden Mühlsteinen seiner Schuld über die ebenso frucht- wie hemmungslose Vergeudung des eignen Samens und dem immer aufs neue die Gedanken marternden Zwange, doch etwas Bleibendes zu lassen.

Daher hat der Oberpfarrer Mixa sich aufs Panier geschrieben, dass sein Ejakulat ein geistig-metaphysisches sein solle. Wahrheiten will einer schaffen wie dieser, mächtigen Worten der Springquell sein, auf dass sie die geöffneten Schöße seiner Schäflein befruchten mögen, zu Hunderttausenden gar. Und so macht er sich immer wieder daran, sein ebenso kleines wie gleichsam kleingeistiges Gedankengemächt zu masturbieren, heftiger und immer heftiger das ganze Leben selbst daran zu reiben, bis es schließlich, von hitzigem Zorn über die eigene Bedeutungslosigkeit zur Glut gebracht, sich gar zur Flamme auswächst.

Und genau darin liegt, wie ich finde, das Grundproblem dieses bösartig-katholischen und eitel-lustgeilen Onansjüngers im Priestergewande. Er verschafft sich nicht nur selbst Erleichterung, sondern er zündelt. Mit voller Absicht und jederzeit im vollen Bewusstsein darüber, dass da draußen genug ist, was auch brennt. Genau da hält er seine Lunte hinein und wedelt so lange aufgeregt damit herum, bis die Funken Nahrung finden.

Walter Mixa ist ein schlimmer Brandstifter, der die Bedeutung des griechischen holokáutoma sehr wohl kennt - und dennoch relativiert er den Holocaust mit seinen verqueren und unsäglichen Äußerungen. Und nicht nur das, er diffamiert und beleidigt Hunderttausende von Frauen, die mit ihrer Entscheidung für eine Abtreibung hart mit sich kämpfen müssen und mussten.

Gut, dass so einer sich kraft Amtes nicht fortpflanzen darf. Besser wäre gewesen, man hätte die Welt mit Stricknadel und Seifenlauge vor ihm bewahrt.

Freitag, 20. Februar 2009

Die Verhöhner

Opel schon kaputt oder vielleicht doch nicht. Bei Audi steigen sie ebenfalls langsam vom hohen Rösslein runter. Und jetzt auch noch, igittigitt und Schockschwerenot, Bilanzfälschung oder sowas in der Art bei den größenwahnsinnigen Halbkönnern von der HRE? Dazu ein christsoziales Junkerbübchen, dem sein Wirtschaftsminister-Faschingskostüm offenbar so arg die Durchblutung im Gehirn abschnürt, dass ihm nicht einmal seine Mitarbeiter von seiner dämlichen Herbstaufschwung-Büttenrede abhalten können, während um ihn herum das Land in den okönomischen Orkus geht.

Also echt, so langsam wird selbst mir, der ich ja in Sachen Unbillen des Lebens wahrlich nicht zimperlich bin, diese Krisenkrise etwas unheimlich. Wie schön, wenn es dann doch noch anrührende Momente gibt in dieser unappetitlich-gruseligen Szenerie. Wie schön, wenn es inmitten dieses garstigen System-Armageddon hie und da wenigstens noch ein klitzekleines bisserl menschelt.

Zugegeben, es riecht schon irgendwie komisch, wenn da im fränkischen Verwöhnten-Städtchen die Cashburnerin Schäffler jetzt auf einmal das Hungertüchlein zum Outfit-Must-have der Stunde hochstilisiert. Oder wenn man einfach mal ein paar Tausend von denen, die nach dem Untergang vielleicht tatsächlich nichts mehr zu fressen haben, in Geiselhaft nimmt und zum Betteln in die Fußgängerzonen vorschickt, wie das sonst nur irgendwelche balkanesischen Profigeldsammler mit ihren Kindern machen. Oder wenn man sich erst Krokodilstränen greinend vorne hinstellt und dann die gierigen Patschehändchen überm Haupte verschränkt wie weiland Gertie Schröder. So sieht also der unternehmerische Einsatz aus, zu dem jemand noch fähig ist, der sich gründlich verzockt und verhoben hat: die böseböse Arbeitsplatzkeule schwingen, Tausende von Menschen zum Solidaritätsjubeln antanzen lassen und vom Staat die Kohle wieder reinholen wollen, die man vorher mit beiden Händen rausgeschmissen hat. Zwanzigtausend müssen dort seit Anfang Februar übrigens bereits Kurzarbeit machen. Zwanzigtausendmal springt also hier der Staat, nach dem zu schreien die Frau Milliardärin ihre Leute zum Anschaffen auf die Straße getrieben hat, schon ein. Weil sie selbst den Hals nicht voll kriegen konnte. Weil sie gegen jedes bessere Wissen zum Angriffskrieg auf die Konkurrenz geblasen hat zu einer Zeit, in der man sehr wohl schon kapieren konnte, dass diese Aktion schief gegen musste.

Es ist schon sehr dreist, jetzt den finanziellen Schaden, den eine Privatunternehmerin angerichtet hat, an die Gesellschaft zu externalisieren. Schlichtweg unerträglich ist allerdings, dass man dazu auch noch diejenigen, die wirklich die Zeche zu bezahlen haben werden, als menschliche Schutzschilde missbraucht. Pfui Teufel! Und nach Herzogenaurach fährt nicht mal ein Zug, über den die Bildzeitung schreiben könnte.

Schlimm, das. Echt schlimm. Da ist es beinahe schon als medialer Glücksfall anzusehen in dieser grimmigen Zeit, dass zumindest auf die Arschlöcher dieser Republik verlass ist. Nehmen wir zum Beispiel einfach mal das CDU-Präsidiumsmitglied Philipp Mißfelder. Also nicht, dass ich hiermit behaupten möchte, Philipp Mißfelder sei ein Arschloch - darüber soll sich schließlich jeder selbst eine Meinung bilden. Aber von ihm geistert gerade eine hübsche Aussage durch die Blätter, die auch für die künftigen ALGII-Bezieher von Herzogenaurach interessant sein könnte. Die Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes für Kinder sei nämlich, so der JU-Vorsitzende, ein "Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie." Lustigerweise hat er das auch noch im Rahmen eines Frühschoppens gesagt, wo die Kolleginnen und Kollegen aus der CDU sicher schon das eine oder andere Bierchen intus hatten.

Tja, und jetzt sind natürlich wieder alle furchtbar böse auf den armen Mann, und gewiss wird es nicht lange dauern, bis er sich wieder einmal für den diffamierenden Unrat entschuldigt, der ihm in so schöner Regelmäßigkeit aus dem Kopf tropft. Und die doofen Hartz-IV-Empfänger haben einmal mehr serviert bekommen, dass sie auch für ihre künftigen politischen Führer nichts anderes sind als faulenzender, saufender und zigarettenrauchender Ballast.

Und so endet eine grausige Woche dann doch wieder einmal mit der schönen Gewissheit, dass es außer dem baldigen Ende des Kapitalismus und anderen unschönen Schreckensmeldungen auch noch wirklich was gibt, über das man sich rechtschaffen aufregen kann.

Freitag, 13. Februar 2009

Ich als Philanthrop

Auf meine alten Tage werd ich zunehmend weichherziger. Und nachdem ihr Saubande schon bei meiner eigenen Wohnungssuche keine Hilfe wart (die zumindest aufrichtig gemeinten Versuche des Stilhäschens mal ausgenommen), kann vielleicht irgendjemand von euch kaffeehaushockenden Nichtsnutzen da draußen einer ganz arg lieben Freundin von mir weiterhelfen.

Die sucht nämlich neue vier Wände. In München.

Okay, man kann jetzt natürlich sagen (und zwar zu recht): Selber schuld, bläds Diandal, und gscheid recht, wer so saudeppert ist und in diesem aufgeblasenen Scheißhaufen von einer überschätzten Pseudogroßstadt mehr als tot überm Zaun hängen will. Aber das Maderl ist dort in - nun ja - einigermaßen guter Stellung und will halt einfach nur schön wohnen.

Geht mir ja nicht ins Hirn. Aber ich versteh ja die Frauen eh nicht. Was nochmal ein ganz anderes Thema wäre. Und darum jetzt die Suchanzeige der Dame im Wortlaut. Hätt ich ja ganz anders geschrieben, aber für das Vermieter und Maklergschwerl in Scheiss-M muss man wohl so sein ... Außerdem weiß Mademoiselle ganz im Gegensatz zu mir tatsächlich, was sich gehört. Und sie ist nicht einmal ein halb so schwieriger und kopfkranker Mensch wie ich ...

Vorstandsreferentin (35 J.) sucht dringend (1.4. oder früher)
2-Zi.-Wohnung in der Au,
in Haidhausen, Isarvorstadt o.ä.;
mind. 45 qm, gerne m. Blk.,
Miete max. 750 Euro warm.


Kontakt erst mal über mich: dasbesteausmeinemleben ätt yahoo punkt de. Vergeltsgott.

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Die Frage nach dem Sein.

Du bist nicht angemeldet.

Die Beobachtungskamera.

Bist äigschloufm oda...
Bist äigschloufm oda wos? Iwarawal homa in easchdn...
fuxbeck - 1. Jun, 18:33
Nur zu. Immer her mit...
Nur zu. Immer her mit den Kommentaren - selbst wenns...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:43
Das mit der Glaubwürdigkeit...
Das mit der Glaubwürdigkeit ist ja eh so eine Sache....
rationalstürmer - 2. Mär, 21:41
Ich hab einen Magen-Darm-Dings,...
Ich hab einen Magen-Darm-Dings, da ist mir ein bisserl...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:38
Hahaha, Herr Passenger...
Hahaha, Herr Passenger ... das mit den eigenen Überzeugungen...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:36
ja du lieber mein vater
In meiner Erregung sehe ich mich veranlasst, hier -...
Pecas - 2. Mär, 20:47
Das Interview interschien...
Das Interview interschien ja wohl zeitgleich mit der...
stilhäschen - 2. Mär, 20:12
Ach, jetzt bist du plötzlich...
Ach, jetzt bist du plötzlich wieder hier. Da kennt...
St. Burnster - 2. Mär, 20:00
Triebtäter
Forcierte Penisverlängerung (pro Demagogen-Verfassungsdisse rtations-Plagiatseite...
Pecas - 2. Mär, 07:36
Um treffend Lump geziehen...
Um treffend Lump geziehen zu werden, ist der Mann fraglos...
Fellow Passenger - 2. Mär, 01:48

Die immer müßige Suche nach weiteren Wahrheiten

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Die Heirats- und anderen eindeutigen Anträge nach wie vor bitteschön an
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Das böse kleine Kleingedruckte.

Keine Zielgruppe

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Dass ich nicht lache.

Online seit 7672 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 1. Jun, 18:33

Die Mitschuldigen an dieser garstigen Sammlung von nachgemachtem Ausgekotzten.

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