Sonntag, 16. November 2008

Die Geiselgangster-Republik

Es gibt ja soviel Ärgernis in diesen Tagen, man müsste sich beinah ein Phlegma zulegen, um nicht vor lauter Zornesbluthochdruck am End noch einen Herzkaschperl zu kriegen.

Die Milchbauern müssen jetzt schon nachts demonstrieren, weil sonst kriegens die Molkereien mit und kaufen die Milch im Ausland. Dann schaun die braven Bauersleut erst recht blöd aus der Wäsche. Und immerhin, so 20 Cent für den Liter Milch ist ja besser wie in d´Hosn gschissn.

Die Frau Merkel muss für den Opel bürgen, weil sonst reissts 30tausend Opel-Werker in die Stütze. Der Opel selber ist natürlich nicht schuld, weil er hat ja alles richtig gemacht. Und wenn er nicht alles richtig gemacht hat, dann hat höchstens der Amerikaner was falsch gemacht. Falsch war zum Beispiel, dass der Amerikaner die letzten Jahre ungefähr 8 Milliarden (!) Euro Verlust mit Opel gemacht hat. Weil einen Opel will halt eigentlich doch keiner mehr kaufen. Ungefähr eine Dreiviertelmillion Leute arbeiten in der deutschen Autoindustrie. Da kommt noch ganz schön was an Bürgschaftskram auf die Frau Merkel zu. Solln halt lieber die Opel-Werker (und die anderen natürlich auch) gleich dafür bezahlen, dass sie noch jeden Tag hingehen dürfen in die Fabrik. Dann freut sich die Merkel, weil sie nicht bürgen muss, der Opel freut sich auch, und der Amerikaner erst recht.

Die Bürger müssen sich künftig noch mehr in Generalverdacht nehmen lassen, weil die staatsneurotische Hysterikerbande um den bösen alten Krüppel auf dem Innenministerstuhl dem Bundeskriminalamt noch mehr antidemokratische Sauereien erlauben will. Okay, in der Ostzone zucken noch ein paar SPDler, aber das haben wir ja in den vergangenen Monaten erlebt, was die SPD für eine verlotterte Hure ist, wenn es um die Macht geht.

Und die armen Kreativen, die dem Gruner und dem Jahr seinem aktuellen Nachdenke-und-umsonst-arbeite-Wettbewerb mit ihren Ideen helfen sollen, dass nach der großen Krise wenigstens ein bisserl was vom Stern oder von der FTD übrig bleibt, dürfen zur Belohnung fürs Mitmachen sämtliche Rechte an die Verlagsheinis übertragen. Auch ein Approach, wenn man selber offensichtlich keine Ideen mehr hat.

Als ich noch klein war, konnte man so ein Saugschwerl ja in jedem Hallenbad und an jeder Litfasssäule betrachten. Mit der Überschrift "Terroristen". Aber wahrscheinlich übertreib ich einfach wieder maßlos.

Dienstag, 4. November 2008

Das große Tatort-Quiz im Ersten

Wer erschießt Jörg Pilawa?

Ypsilanti ist nicht einmal die neue Simonis, sondern einfach nur gar nix.

Gar nicht mal schlecht. Da sind die also doch noch für eine Überraschung gut. Ich muss schon sagen - ein eindrucksvolles Schlachtfest hat uns die hessische sogenannte Sozialdemokratie da beschert.

In meiner manchmal schon an Peinlichkeit grenzenden Naivität war ich ja davon ausgegangen, dass nach der Kommandokabale gegen den armen Schwitzebeck durch Andrea Nahles und ihre Natternbrut der Gipfel der politischen Geschmacklosigkeit erreicht sei.

Aber offensichtlich ist in der SPD in Sachen Heuchelei, Hinterfotzigkeit und gnadenlosem An-die-Wand-fahren-Lassen immer noch Luft für noch ein paar Meter nach oben vorhanden. Wahnsinn. Was für eine ungeheuerliche öffentliche Notschlachtung. Was für eine grandiose Obersauerei. Man muss den Hut ziehen vor der irren Gestaltungskraft, soviel menschliches Elend vor aller Augen zu zelebrieren.

Eigentlich beinahe schade, dass die ehemalige Volkspartei längst nicht mehr über das Format verfügt, mit sowas eine richtige Bühne zu bespielen. Drittklassige Provinzlinge müssen da auf einmal vor die schlampig zusammengeschusterten Kulissen geschoben werden. Gedungenen Messerstechern und Halsabschneidern kommt auf einmal die, nun ja, Ehre zu, aus den Rinnsteinen und Kehrichthaufen der politischen Willensbildung ihre garstigen Häupter zu heben und mit Mistgabeln und Stecken auf die armselige Kreatur einzuschlagen.

Nicht, dass ich Mitleid mit der Ypsilanti hätte. Wäre die Frau nur einigermaßen bei klarem Verstand gewesen, hätte sie sich doch an einer Hand abzählen können, dass das schiefgehen musste. Da ist es in der Politik nicht anders als beim Stuhlgang. Wer zu lang drücken muss, kriegt früher oder später Hämorrhoiden. Und die schmerzen.

Ein bisschen können einem halt die Hessen leid tun. Jetzt wird der freche Lügenkoch wahrscheinlich bald noch selbstzufriedener und noch dümmlicher grinsen und natürlich noch größere Sauereien anzetteln. Das ist doch die eigentliche Katastrophe: Dass das ganze Schauspiel niemand anderem in die Tasche spielt als diesem widerwärtigen Taschenspieler.

Sonntag, 2. November 2008

... dass Krisen aus der Lehre gezogen werden.



The International Noise Conspiracy, Capitalism stole my Virginity

Man merkt Anne Will langsam an, dass sie früher mal die Sportschau moderiert hat. Das muss ja zwangsläufig abfärben, wenn man´s immerzu mit Fußballern zu tun hat. Krisen aus der Lehre ziehen. Ja freilich.

Aber darauf will ich ja gar nicht hinaus. Und übrigens auch nicht darauf, dass der Professor Sinn sich heute nicht zu Gaga-Anneleinsche auf die Quatsche- Couch getraut hat. Schon seltsam. Normalerweise kann dieser Mensch ja kaum an einem Mikrofon vorbeigehen - geschweige denn an einer Fernsehkamera - ohne mindestens einmal das Maul aufzureißen. Doch ich schweife schon wieder ab. Der Sinn hat sich ja sein verdientes Paar Trümmer Schellen schon letzte Woche abgeholt.

Kommen wir lieber endlich zur Sache. Ein Konjunkturprogramm soll es jetzt also geben. 16 dolle Dinger, mit denen das Merkelferkel und ihr peinliches Regierungsimitat sich tüchtig ins Zeug legen und den Karren bundesrepu-blikanische Wirtschaft aus dem Schlamassel ziehen wollen. Hört, hört. Ich bin ja gespannt. Vor allem bin ich gespannt, woher dieses Schwachmatenkabinett, das ja bis an die Halskrause in seiner eigenen Scheiße steckt (vgl. hierzu den guten Herrn Tiefensee, der sich jetzt sicher langsam heim nach Leipzig wünscht), eigentlich die Ideenkraft nehmen will, die so eine Aufgabe erfordert. Der altbackene Schwachsinn aus dem Sechzehnpunkteprogramm jedenfalls wird bei weitem nicht ausreichen.

Beispiel gefällig? Tausend neue Arbeitsvermittler sollen in den Agenturen für Arbeit dafür sorgen, dass frisch Gekündigte gleich wieder einen tollen Job kriegen. Hahaha! Also bitte - wer jemals erlebt hat, wie so ein Sesselpfurzer vom Amt arbeitet, dem wird bei der Vorstellung, dass demnächst nochmal eintausend von diesen Abseilern auf unser aller Kosten durchgefüttert werden, ganz sicher die Zornesröte ins Gesicht steigen.

Anderes Beispiel: Aussetzung der Kfz-Steuer für Neuwagen, ein Jahr lang. Große Klasse, wirklich. Frau Merkel, Herr Glos, Chapeau und danke! Ich geh dann auch gleich nachm Kabinettsbeschluss nächste Woche mal ein neues Auto kaufen, gar kein Problem.

Überhaupt die Autoindustrie: Wer letzte Woche aufmerksam Radio gehört hat, wird es vielleicht mitbekommen haben. Vierzig Milliarden Euro soll die Europäische Investitionsbank EIB nächstens den Autoherstellern an zinsgünstigen Krediten zur Verfügung stellen. Unter anderem dafür, dass die Branche künftig mehr schadstoffarme Autos entwickelt. Das muss man sich auch zweimal überlegen: Da haben diese Konzerne sich in den vergangenen zehn Jahren wirklich blutige Ärsche verdient, und natürlich hat sich außer ein bisschen Feigenblatt-Blue-Efficiency-Scheiße praktisch nichts getan in Sachen mehr Umweltfreundlichkeit. Stattdessen ein verkacktes SUV nach dem anderen, die jetzt auch noch auf Halde liegen, weil die Raffzähne aus den Vorständen produzieren ließen, als gäbe es kein morgen. Und dann kriegen diese ökonomischen und ökologischen Vollpfosten auch noch 40 Milliarden reingeblasen. Ich fasses nicht.

Ähm, ja. Da geht mein Temperament schon wieder mit mir durch, pardon. Also zurück zum Thema und hin zum Schluss: Man kann mir ja nun wirklich nicht vorwerfen, ich wäre ein Freund angebotsorientierter Wirtschaftspolitik. Aber das lächerliche Aufbäumen dieser Bundesregierung, das diese Halbkönner sich auch noch Konjunkturprogramm zu nennen trauen, wird den Laden vollends ruinieren. Krisen aus der Lehre. Gottseibeiuns.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Hirnschmelze bei Hans-Werner Sinn oder wie aus einem schlichtweg unangenehmen neoliberalen Professorenschreihals ein ganz gewöhnlicher und blödgemeiner Geschichtsrelativierer wurde

Denen, die sich von der Sprunghaftigkeit meiner Schreiblust nicht abschrecken lassen und immer wieder treu mitlesen, wird es schon das eine oder andere Mal aufgefallen sein: Ich kann Hans-Werner Sinn nicht leiden. Und das ist eine der größten Untertreibungen, die man bislang hier gelesen haben dürfte.

Dass ich ihn nicht leiden kann - einigen wir uns der beleidungstatbestands-relevanten Einfachheit einfach mal auf diese Formulierung - das liegt nicht etwa daran, dass mir seine Visage nicht passt. Vielmehr regt der Mann mich mittlerweile seit Jahren mit seinem fürchterlichen Ökonomen-Parzengeschrei auf. Das meiner Meinung nach nur ein Ziel und einen Zweck verfolgt - noch mehr Markt, und zwar um jeden Preis. Jeder, der diesem Sinnschen Unsinns-postulat widerspricht, wird von der Magnifizienz, um es mal überspitzt zu sagen, als verantwortungsloser und sozialromantischer Idiot abgekanzelt, vollends willens, die Republik in den volkswirtschaftlichen Abgrund zu reißen. Und so ist es auch nur folgerichtig, dass Herr Sinn etwa Armutsberichte als unwissenschaftlich dummes Zeug abtut oder Lohnerhöhungen für den ungezügelten Verbiss eines unproduktiven bundesdeutschen Raubtier-proletariats an den Unternehmen und Unternehmern hält.

So ist er halt, der Herr Sinn. Das Männeken Pis mit Bart auf den weltweit mahlenden Mühlen wildgewordener Wirtschaftskapitäne, übriggebliebener Reaganomic-Chicago-Boys-Seilschaften und ganz und gar anstandsloser Marktschreier, die ihren stinkenden Finanzmüll noch der eigenen Großmutter mit einem eiskalt-smarten Ackermann-Grinsen in der Fondsmanager-Hackfresse andrehen würden.

So ist er, auch wenn er neuerdings auf einmal den Ordoliberalismus Walter Euckens aus seinen alten Vorlesungsunterlagen für die Grundstudiums-vorlesung Wirtschaftspolitik hervorgekramt hat. Und so tut, als wäre er schon immer der große Mahner gewesen, dessen einzige brave Pflicht es von je her sei, den nach dem Untergang des Sowjetkommunismus all zu sieges-trunkenen Großmanagern sein Memento mori, memento te hominem esse ins Ohr zu raunen. Nun ja, all das konnte ich ja bislang als die Unbelehrsamkeit eines selbstverliebten Gecken sehen, der sich in der Rolle des adovcatus diaboli oeconomicus ganz unglaublich gut gefällt. Und halt von Zeit zu Zeit den Watschenbaum auf ihn umfallen lassen.

Aber im heutigen Tagesspiegel hat der Herr Professor eindeutig den Bogen überspannt. Es ging um die uns alle beschäftigende (und uns alle bald gar grimm betreffende) Finanzmarktkrise. Die ja längst schon keine Finanz-marktkrise mehr ist, sondern nichts anderes als die Overtüre für eine weltweite Rezession. Die von niemand anderem als einer geld- und machtgeilen Soldateska gewissenloser Kapitalisten - man muss das böse Kind ja schließlich mal beim Namen nennen - losgetreten wurde. Die wir jetzt und in den kommenden Jahren auszubaden haben. Wir, nicht die.

An diesem unerfreulichen Umstand, so Hans-Werner Sinn, seien aber nicht die Manager schuld, sondern "falsche Anreize" und "fehlende Regeln." Ein anonymer Systemfehler wars. Aha. So einfach ist das also. Da biegt sich einer die Forderung Max Webers nach der Werturteilsfreiheit der Wissenschaft aber ganz schön nach Gutdünken zurecht. Wäre es nicht so traurig, man müsste den Herrn Sinn fast für ein lustiges Kerlchen halten und niemand käme auf die Idee zu sagen: "Lustiges Kerlchen? Der Typ ist ein gemeingefährliches Arschloch." Aber dummerweise ist es traurig, sehr traurig sogar, und jetzt kann sich jeder selbst überlegen, auf welche Idee man nun kommen müsste.

Und es kommt ja noch besser. Nicht nur, dass nicht die Manager (wobei es mir wirklich zutiefst widerstrebt, so einfach von den Managern zu sprechen) an der ganzen Scheiße schuld sein sollen. Sie sind Professor Sinn zufolge sogar die Opfer des Haberfeldtreibens, das jetzt völlig zu Recht einsetzt, sind die Sünden-böcke, die jetzt gesucht werden, um irgendwie für die Misere einzustehen. Und Herr Sinn setzt noch einen drauf und entblödet sich nicht, dies hier zu sagen:

In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.

Man kann das ruhig noch ein zweites Mal lesen. Hat Herr Sinn ja auch getan, als er das Interview für den Tagesspiegel autorisiert hat. Schon richtig verstanden, er hat es autorisiert. Dieser fürchterliche Mensch ist sich also nicht zu schade, den systematischen Massenmord an den Juden damit zu vergleichen, dass jetzt den Hauptverantwortlichen für die größte weltweite Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg endlich mal auf die Finger geklopft wird.

Das ist nicht nur ein ganz und gar unzulässiger und grauenhaft relativierender Vergleich, das ist - mit Verlaub - eine solch bösartige, hundsgemeine und schlichtweg unerträgliche Sauerei, dass eine Entschuldigung dieses feinen Herrn das Allermindeste ist. Und gleich im Anschluss soll er endlich in Rente gehen und dort wenn möglich einfach mal bis zum Exitus die Schnauze halten.

Aber eigentlich ist jemandem zu wünschen, der sich offensichtlich absichtlich die Geschichte nachträglich so zurechtzimmert, dass sie in sein verqueres Weltbild passt, dass er genau von dem rasenden Mob, den er mit seiner Scheiße von einer sich radikalisierenden Welt heraufdräuen sieht, einfach über den Haufen gerannt wird. Und sein auf Steuergeldern aufgebautes präpotentes Daschauher-Schicki-Institut gleich dazu.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Wie der Herr Ackermann einmal ganz schön Glück gehabt hat

"Ich finde es ungeheuerlich, dass jemand so etwas sagt, der für das höchste Amt in einem Rechtsstaat kandidiert. Mir wird langsam Angst um dieses Land."

Sagt der Herr Ackermann heute in der BamS. Das sagt der Herr Ackermann, weil der Herr Sodann wiederum gesagt hat, dass er ihn gern einmal verhaften würde, wenn er Polizist wäre. Und davon isses dem Herrn Ackermann jetzt im Busen ganz bang geworden.

Dabei muss er gar keine Angst haben, der Herr Ackermann. Der Herr Sodann ist nämlich gar kein Polizist, sondern nur ein alter Schauspieler aus der DDR, der früher im Fernsehen mal als Polizist aufgetreten ist. Manchmal war er da sogar sowas wie lustig. Und allein schon wegen seiner Rolle ein Guter.

Heute tritt der Herr Sodann im Fernsehen und anderswo nicht mehr als Polizist auf, sondern eigentlich nur noch als alter Schauspieler aus der DDR, der früher mal im Fernsehen als Polizist aufgetreten ist. Und weil das so ist, und weil obendrein der Herr Ackermann immer nur als Herr Ackermann im Fernsehen und anderswo auftritt und noch dazu ein ganz schlimmer Kapitalist ist, findet der Herr Sodann, dass der Herr Ackermann kein Guter ist. Beziehungsweise hält er ihn sogar für einen Bösen. Und jetzt wird die Sache kompliziert. Weil der Herr Ackermann hat sich in den letzten Jahren so viel Kreide gar trefflich schmecken lassen, dass man schon fast ein bisschen grinsen muss, wenn der Herr Sodann jetzt sagt, der Herr Ackermann gehört sich eigentlich eingesperrt.

Ich hab ja so rein persönlich nix gegen den Herrn Sodann. Zumal doch selbst die Bundesregierung jetzt endlich die Bedrohung für die Gesellschaft erkannt hat, die von der zunehmenden Altersdemenz ausgeht. Denn vielleicht - so könnte man doch eventuell meinen - will der Herr Sodann den Herrn Ackermann gar nicht wirklich einsperren. Vielleicht hat er ja gar nicht gewusst, was er da so gesagt hat, neulich.

Und viel böser als der Herr Ackermann sind doch eigentlich die von der Linken, die jetzt den armen Herrn Sodann vor ihren Karren spannen und ihn gar zum Bundespräsidenten machen wollen. Die schrecken halt auch vor gar nix zurück, weil einen Anstand oder ein Ehrgefühl hat von denen ja sowieso keiner. Die wollen sich ja nur vorne hinstellen und herumkrakeelen, dass der Kapitalismus böse ist. Und wenn dann da irgendwo in der zweiten oder dritten Reihe einer ist, der auch irgendwann mal genau dasselbe gesagt hat, dann schnappen die sich den gleich und schanghaien ihn zum Bundespräsidentenkandidaten.

Und da kommt der Herr Ackermann wieder ins Spiel. Der hat das ja mitgekriegt, dass ihn der Herr Sodann einsperren will. Und außerdem hat er mitgekriegt, dass der Herr Sodann außerdem für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren wollen dürfen muss, sonst können die hinterfotzigen Linken nämlich der Frau Schwan von der sogenannten Sozialdemokratie keins reinwürgen. Und obwohl er weiß, dass der Herr Sodann nie und nimmer Bundespräsident werden wird, weil das ja sowieso schon ausgemacht ist, dass der freundliche Herr Köhler da noch einmal ran muss - obwohl er das also weiß, hat er in der Bildzeitung heut trotzdem gesagt, dass er Angst hat, der Herr Ackermann.

Weil blöd ist er ja nicht, das muss man ihm schon lassen, und eine menschliche Sau ist er bestimmt außerdem. Und so einer lässt sich doch nicht die Chance entgehen, so einem bösen alten Schauspieler aus der DDR, der noch dazu vielleicht schon altersdement ist, eins reinzuwürgen. Moralisch. Und da macht sich die Sorge um die Republik natürlich prima. Grad in der Bildzeitung.

Ich finde, der Herr Ackermann braucht sich wirklich keine Sorgen zu machen, und Angst braucht er schon gar keine zu haben. Immerhin leben wir ja im 2008er Jahr. Früher, ja früher, da hätte die Sache schon anders ausgehen können. Also, richtig böse, meine ich. Sagen wir mal, so vor ein paarunddreissig Jahren.

Da hätten sie nämlich einen wie den Herrn Ackermann schon längst ohne viel Federlesen vom Schreibtisch weggeschossen.

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Die Frage nach dem Sein.

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Die Beobachtungskamera.

Bist äigschloufm oda...
Bist äigschloufm oda wos? Iwarawal homa in easchdn...
fuxbeck - 1. Jun, 18:33
Nur zu. Immer her mit...
Nur zu. Immer her mit den Kommentaren - selbst wenns...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:43
Das mit der Glaubwürdigkeit...
Das mit der Glaubwürdigkeit ist ja eh so eine Sache....
rationalstürmer - 2. Mär, 21:41
Ich hab einen Magen-Darm-Dings,...
Ich hab einen Magen-Darm-Dings, da ist mir ein bisserl...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:38
Hahaha, Herr Passenger...
Hahaha, Herr Passenger ... das mit den eigenen Überzeugungen...
rationalstürmer - 2. Mär, 21:36
ja du lieber mein vater
In meiner Erregung sehe ich mich veranlasst, hier -...
Pecas - 2. Mär, 20:47
Das Interview interschien...
Das Interview interschien ja wohl zeitgleich mit der...
stilhäschen - 2. Mär, 20:12
Ach, jetzt bist du plötzlich...
Ach, jetzt bist du plötzlich wieder hier. Da kennt...
St. Burnster - 2. Mär, 20:00
Triebtäter
Forcierte Penisverlängerung (pro Demagogen-Verfassungsdisse rtations-Plagiatseite...
Pecas - 2. Mär, 07:36
Um treffend Lump geziehen...
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Fellow Passenger - 2. Mär, 01:48

Die immer müßige Suche nach weiteren Wahrheiten

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Dass ich nicht lache.

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Zuletzt aktualisiert: 1. Jun, 18:33

Die Mitschuldigen an dieser garstigen Sammlung von nachgemachtem Ausgekotzten.

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